
Ölpest, Quelle: marinephotobank_flickr
In China sollen gleich zwei Öllecks in einem Zeitraum von zwei Wochen gegeben haben, so dass Öl in das Gelbe Meer gelangen konnte. Verantwortlich für die Ölpest in der chinesischen Bohai-Bicht soll ConocoPhillips sein. Angeblich sind die Lecks jetzt dicht, allerdings wurden die Unfälle vier Wochen lang verheimlicht. Kritik an den Betreibern sowie der Regierung wächst mit jeder Stunde.
Der Informationspolitik des Unternehmens sowie der Regierung ist nichts zu entnehmen. ConocoPhillips meldete lediglich am 13. Juli einen Unfall. Zwischen dem Unfall und der ersten Meldung liegen damit 6 Wochen. Aktuelle Bilder oder Zahlen bzw. Karten sind gar nicht mehr nirgendwo aufzufinden.
ConocoPhillips behauptet, dass der erste Unfall im größten chinesischen Feld Penglai am 4. Juni sich ereignet haben muss. Am 17. Juni kam es angeblich zum zweiten Unfall. Insgesamt sollen nur 174.000 Liter Öl in die Bahai-Bucht geflossen sein. Das Unternehmen sowie die Regierung im Namen der China National Offshore Oil Corporation kommentieren es, indem sie diese Zahl zu der Ölkatastrophe von BP im Golf von Mexiko vergleichen. Denn dort waren es 780 Millionen Liter Öl. Abgesehen davon, dass die Nachrichtenlage sehr widersprüchlich ist, bleibt die Zahl der Öl-Liter nicht unrelevant, auch wenn die Dimension des Unglücks klein zu sein scheint. Dennoch kann man momentan nicht prüfen, ob die Angaben des Öl-Konzerns stimmen.
Umweltschützer setzen sich zunehmen ein, um mehr Informationen herauszubekommen. Der Bürgerprotest ist zunehmen zu spüren. Während ConocoPhillips behauptet die Behörden sofort informiert zu haben, während die State Oceanic Administration (SOA) der Ölfirma unzureichende Bemühungen vorwirft. Auch in der Hafenstadt Dailan schwiegen damals die Behörden über die wahren Ausmaße des Unglücks. Die Aufräumearbeiter wurden damals auch nicht mit genügend Schutzkleidung und -werkzeug ausgestattet.







