Umweltschützer behaupten, dass die Strahlenwerte in Gorleben über Jahre weg gefälscht wurden. Nun kritisiert eine Bürgerinitiative,Bürgerinitiative Umweltschutz (BI), die schon seit Jahren mit falschen Werten für die natürliche Strahlung rechne, die Messmethoden für die Atommülllagerung und hat Strafanzeige gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) gestellt.

Ein seit 2004 genutzter sogenannter Nullpunkt zur natürlichen Gammastrahlung sei nicht nur in der Nähe des Zwischenlagers festgestellt worden, sondern auch während dort die ersten Castoren eingelagert wurden. Dies sei nicht zulässig, da sich die Jahresdosis durch die Einlagerung der Castoren seit 1997 stetig erhöht habe. Wenn die Grenzwerte tatsächlich überschritten wurden, machen sich alle die an der Einlagerung beteiligt waren strafbar. S zum Beispiel auch die Polizei und das Wachpersonal.

Die Bürgerinitiative betont, dass seit 2003 die vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigten Grenzwerte um Gorleben überschritten wurden. Dies habe bisher nur keine weiteren Konsequenzen gefordert, weil die Berechnungen nie stimmten. Nun unterstellt die Bürgerinitiative der GNS, dass sie die Berichte absichtlich geschönt habe. Nun fordert die BI, dass der für das erste Adventwochenende geplante Castortransport abgesagt werden soll. Mit rufen wie „Wir werden seit 34 Jahren belogen und betrogen“, versucht die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek ihre Wünsche durch zu setzten.

Nun hat die Staatsanwaltschaft vom Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gefordert. Sollte diese nicht ausreichen, könnte zum ersten Mal ein Castortransport nach Gorleben gestoppt werden.

David McAllister, Niedersachsens Ministerpräsident, rechne jedoch nicht mit einer Absage des Transports. Nach den Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt liegt die Gesamtstrahlung am Atommüll-Zwischenlager Gorleben deutlich unter dem zugelassenen Grenzwert.