Greenpeace Logo, Foto: jesus manzano_flickr

Im Auftrag der Umwelt-Organisation Greenpeace wurden unter dem Motto „Schmutzige Wäsche 2“ kürzlich Textilien auf Rückstände giftiger Chemikalien untersucht. Mit einem verheerenden Ergebnis: In 52 von insgesamt 78 überprüften Produkten fanden sich Rückstände der Chemikalien-Gruppe Nonylphenolethoxylate, kurz NPE. Doch nicht nur Billig-Klamotten wurden untersucht, auch Textilien namhafter Hersteller sind betroffen. Insgesamt wurden Artikel aus 18 Ländern unter die Lupe genommen, für Deutschland wurden vier belastete Artikel von Nike, Kappa, Puma und Li Ning aufgedeckt. Im ersten Teil der Untersuchung wurden im Juni 2011 Abwasserproben an chinesischen Textilfabriken genommen, die die starke Verbreitung von NPE im Grundwasser belegen.

Wer NPE-verseuchte Kleidung trägt, setzt sich zum Glück keinem unmittelbaren Gesundheitsrisiko aus. Doch Studien beweisen, dass das aus NPE entstehende Nonylphenol Lebewesen im Wasser schädigt. Sind Wasserlebewesen längere Zeit NPE ausgesetzt, gibt es immer weniger männlichen Nachwuchs, bis die Tiere schließlich ganz aussterben. Bei Versuchen mit Ratten hatte sich darüber hinaus gezeigt, dass Chemikalien aus dieser Stoffgruppe den Hormonhaushalt der Tiere verändern, die Spermien reduzieren und beim Nachwuchs Verhaltensauffälligkeiten auslösen können. Für die Länder, die im großen Stil Textilien produzieren, ist die weitläufige Verwendung von NPE also sehr wohl ein großes Problem: Die giftigen Stoffe fließen in großen Mengen unkontrolliert ins Trinkwasser. So erreicht die Substanz schließlich auch den menschlichen Organismus.

In der Europäischen Union ist der Einsatz von NPE und Konsorten seit 2009 fast gänzlich verboten. Importierte Textilien dürften eigentlich nur ein Gramm Nonylphenol pro Kilogramm enthalten. In anderen Ländern aber sind sie nach wie vor völlig legal und werden weiterhin als Tenside in Waschmitteln verwendet. Puma und Nike haben sich nach der Veröffentlichung der alarmierenden Studie dazu verpflichtet, bis 2020 auf alle gefährlichen Chemikalien in der Produktion zu verzichten und umfangreiche Kontrollen durchzuführen.

Bio-Lebensmittel, Bio-Friseur und jetzt auch noch Bio-Klamotten. Die Zeichen der Zeit stehen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Große Marken, wie H&M und C&A, verkaufen mittlerweile schon Bio-Baumwolle. Die Nachfrage an ökologisch-erzeugten Designerklamotten steigt. Hess Natur, ein deutsches Unternehmen, was sich auf die Erzeugung von biologischen Stoffen und auf die Produktion von ökologischen und nachhaltigen Klamotten spezialisiert hat, verfolgt das Ziel gift- und schadstofffreie Mode anzubieten, die keine Schwermetalle und Formaldehyd in sich tragen. Da es mittlerweile eine steigende Nachfrage auf dem Markt gibt, werden auch mehr Rohstoffe nachhaltig und biologisch hergestellt. Dadurch muss es nicht unbedingt mehr kratzen, wenn man einen reinen Baumwollpulli trägt. Heutzutage sind der nachhaltigen Mode keine Grenzen mehr gesetzt. Auch Hess Natur profitiert davon. Schließlich war vor fünf Jahren noch nicht einmal daran zu denken, dass man den Lagenlook aus transparenten Baumwollgewebe chemiefrei designen kann, weil es schlichtweg keine Stoffe gab, die ohne synthetische Verarbeitung hergestellt wurden. Schließlich ist das der Grundsatz des Unternehmens.

Heinz Hess, Gründer des Labels, suchte in den 70er-Jahren für seinen gerade neugeborenen Sohn Matthias nach chemiefreien Babysachen. Dass diese Suche schwer werden würde, wusste Hess, der 2006 gestorben ist, wahrscheinlich selber: Denn in der Zeit, in der kreative Farbkombinationen aus Blau, Pink, Rot, Gelb und Pink dominierten, war eigentlich nichts an nachhaltiger Kleidung auf dem Markt zu finden. Zusammen mit seiner Frau entschied er sich dazu, auf Hautirritationen zu verzichten und lieber nachhaltig entwickelte Kleidung herzustellen. Sein Sohn sollte schließlich gesund aufwachsen. Und nicht nur er. Alle Eltern, die sich wieder auf die Natur und die Gesundheit konzentrieren wollten, sollten davon profitieren. Über die Jahre wuchs so auch die Nachfrage, so dass einst aus einem Keller als Lageraum ein großes Unternehmen wurde – eines der größten in Deutschland auf diesem Gebiet. Dabei profitiert es selbst von einem natürlichen Zyklus: der Geburt. Viele Eltern wollen, dass ihr Kind ohne synthetisch-hergestellte Kleidung aufwächst. Ganz praktisch für neugewordene Mütter ist Hess Natur nebenbei: 95 Prozent der Kunden sind Frauen – das Sortiment sagt nichts anderes – Frau braucht also nicht durch unzählige Läden laufen, bis sie Kleidung für sich und ihr Kind zusammen hat.

Mittlerweile fördert Hess Natur auch junge Designer, die sich der Nachhaltigkeit und der ökologischen Korrektheit verschrieben haben: 2010 schrieb die Firma aus Butzbach den Wettbewerb Humanity in Fahion Award aus, der mit 25.000 Euro dotiert ist und sich an Nachwuchsdesigner richtet.

Naturmode, Quelle: Nolan Peers_flickr

Öko ist nicht nur beim Essen in. Auch bei der diesjährigen Fashion Week Berlin wurde “grüne” Mode erfolgreich präsentiert. Das junge Unternehmen “Hess Natur” hob sich eindeutig von Konkurrenten ab. “Hess Natur” zeigte, dass umweltbewusste Kleidung im Design keine Abstriche machen muss.

Nachhaltig möchten momentan alle sein. Sogar Modeketten wie H&M und C&A nahmen den Trend in ihren Kollektionen auf und bieten seit wenigen Jahren auch Bio-Baumwollen an. Ob das ideelle oder kommerzielle Gründe hat, äußern sich die Marken nicht. Die Öko-Mode befindet sich gerade auf ihrem Höhepunkt. Allein die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen deuten darauf hin. “Bio”, “Organic”, “Eco” und “Green” – Kleidung hängt nun in den Stores.

Der Chefökologe bei Hess Natur befasst sich schon seit Jahren mit nachhaltigen Textilien. Während der Berliner Fashion Week besuchte er den “Green Showroom” im Hotel Adlon und hielt dort einen Vortrag über “Ethical Fashion”. Er zeigte sich darüber begeistert, dass nun es so viele Öko-Labels gebildet haben, die sich mit Nachhaltigkeit auseinander setzen. Nicht nur das Angebot steigt, sondern die Nachfrage nimmt jährlich zu. Musste man früher auf kreative Details verzichten, gibt es nun genügend Textilien, aus denen man auswählen kann.

Die Gründungsgeschichte des Unternehmens liegt in den 70er Jahren zurück. Damals entschied sich Heinz Hess gemeinsam mit seiner ehemaligen Frau, dass ihr Sohn gesund aufwachsen soll. So entstanden die ersten Kleidungsstücke. Heute lebt der Sohn Matthias in Peru und versorgt das Unternehmen von dort aus mit Alpakawolle und Pima-Baumwolle. Inzwischen kann die Marke mit guten Zahlen glänzen. 100% Bio-Baumwolle, 80% Bio-Leinen und 80% Seide verwertet das Hess Natur für die Kleidungsstücke.

Kreativ wird Hess Natur von den drei Designern Miguel Androver, Eviana Hartmann und der Künstlerin Clodgah geführt. Inzwischen hat das Team einen eigenen Rhythmus gefunden. Im Frühjahr 2012 wird Hess Natur einen Award über 25.000 Euro an Nachwuchsdesigner verleihen.

Greenpeace, Quelle: HowardLake_flickr

In Sachen Ökosteuern teilen sich noch immer die Meinungen. Doch als Instrument zum Schutze unseres Klimas ist sie sehr wichtig. Was viele Gegner ebenfalls nicht wissen ist dass die Ökosteuer auch wieder zurück fließt. Und zwar über die Auszahlungen der Rentenkassen an die Bürger selbst. Mit der Ökosteuer sollen vor allem die Ressourcen für die Nutzung alternative Energiequellen ausgeweitet werden.  Die Ökosteuer ist für das Land sehr wichtig, denn nur so kann nach verschiedenen Organisatonen zu Folge, der Kampf gegen Energieverschwendung aufgenommen werden.

Entwickelt wurde das Modell der Ökosteuer eigentlich bereits im Jahr 1980.Der Schweizer Ökonom Hans Christoph Binswanger war derjenige der dieses Modell ins Leben gerufen hat. Seine Grundsätze waren schon damals die Besteurung der Energie als Gut um die Effizienz des Energiesatzes zu steigern. Außerdem sollte eine Basis für die Sicherung der sozialen Sicherheit geschaffen werden.

Dank der Ökosteuer könnten Umweltsünder bestragt werden, denn so wären die Steuern höher. Energiesparer hingegen würden belohnt werden. Hier sollte man sich allerdings fragen ob das fair ist, immerhin benötigen einfach die einen mehr und die anderen eben weniger Strom.
Praktisch ist jedoch dass das Geld wie gesagt über die Rentenkassen wieder zurück bezahlt wird.

Vor allem die Organisation Greenpeace ist ein Befürworter der Ökosteuer. Greenpeace fordert dass die Ökosteuer weiterhin ansteigt. Außerdem sollen auch die Kraftstoffpreise erhäht werden und Lieferungen von Heizöl teurer werden und die Gaspreise steigen. Auf regenerativen Strom soll allerdings keine Ökosteuer mehr geschlagen werden.

Seit den letzten Jahren sind Energiepreise immer mehr und mehr gestiegen und alternative Techniken wurden vom Staat subventioniert. Auch mit dem Ausstieg aus der Atompolitik wird Deutschland nun erst ein Mal vor komplett neuen Herausforderungen stehen.

Bio-Bauernhof, Quelle: Mark Max Henckel_flickr

„Aus ökologischem Anbau“ – ein Prädikat, das heutzutage auf vielen Produkten prangt und auf jeden Fall zum Kauf lockt. Ökologisch, klingt doch gut! Aber was eigentlich wirklich hinter ökologischem Landbau steckt, das weiß fast keiner. Hier eine kleine Aufklärung für alle, die es besser wissen wollen.

Grundhaltung der ökologischen Landwirte ist die Ergänzung von Tierhaltung und Ackerbau. Dabei sollen Pflanzen und Tiere so weit es geht eine natürliche Lebensgemeinschaft bilden. Somit sollen die Pflanzen das Futter für die Tiere liefern, diese auf der anderen Seite den Dünger für die Felder produzieren. Auch Nicht-Nutztiere haben an dem Kreislauf teil: Vögel oder auch Fraßinsekten unterstützen den Pflanzenschutz, indem sie als natürliche Feinde die Schädlinge bekämpfen.

Zudem spielt eine artgerechte Haltung der Tiere eine große Rolle. Deshalb steht jedem Tier genügend Auslauf im Freien zu. Im Stall sollte Tageslicht herrschen und das Stallklima muss gesnd bleiben.

Es werden grundsätzlich keine wachstumsfördernden Zusätze verabreicht. Die Hinzugabe von Antibiotika und Hormonen ist streng verboten. In den Normalfällen sieht die ökologische Landwirtschaft vor, dass nur eigenes Futter gegeben werden darf. Ausnahmefälle dürfen auch gekauftes Futter aus ökologischem Anbau verwenden.

Die Veränderung des Genoms von Pflanzen, also gentechnologische Verfahren, sind strikt untersagt. Auch dürfen keine genmanipulierten Felder in der Nähe der ökologischen Felder sein.

Auf den Äckern sollten keine hochgezüchteten Turbo-Pflanzen wachsen, sondern nur standortgerechte und widerstandsfähige Sorten.

Die Grundsätze sind allesamt in der EG-Öko-Verordnung festgeschrieben. Jeder Landwirt, der Mitglied in einem ökologischen Anbauverband ist, verpflichtet sich, die Anforderungen einzuhalten und erlaubt eine regelmäßige Kontrolle seines Betriebes.

Leider können Öko-Bauern keinen Einfluss auf schädliche Umwelteinflüsse nehmen. Somit haben Schwermetalle in der Luft und im Wasser auch Einfluss auf Öko-Gemüse. Dennoch weisen ökologisch-angebaute Produkte erheblich weniger Belastungen durch Pflanzenschutzmittel auf. Es lohnt sich also, diese zu kaufen.

Natürliche Heilpflanze: Thymian, Quelle: CT Arzneimittel GmbH_flickr

„Viele Wege führen nach Rom“. Der Spruch ist altbekannt und gilt in vielen Bereichen. Auch in der Medizin spielt er eine Rolle. Denn bei wem pharmazeutisch-industrielle Medikamente nicht mehr helfen, der greift oft und gern auf gute und bewährte Hausmittelchen zurück. Diese sind uns auch bekannt als Homöopathie. Der Grundgedanke der Homöopathie wurde im 19. Jahrhundert von Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt, festgelegt. Er erscheint zunächst etwas seltsam: „Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll.“

Man soll also Mittel verwenden, die ähnliche Symptome hervorrufen, wie sie zu heilen vermögen. Diese sogenannte Ähnlichkeitsregel entdeckte Hahnemann 1790 bei einem Selbstversuch an sich selbst. Er stellte fest, dass Chinawurzel, ein im Kampf gegen Malaria bewährtes Mittel, ähnliche Symptome wie Malaria selbst auslöste.

Heute werden Arzneimittel verwendet, die ultrastark verdünnt sind. Man gewinnt die grundliegenden Substanzen aus Pflanzen, Tieren und Mineralien. Die Menge spielt hierbei jedoch keine Rolle. Es soll lediglich ein Reiz ausgelöst werden, welcher die Selbstheilungskräfte wieder aktiviert. Kann im erkrankten Organismus dies nicht mehr erfolgen, so hat die Homöopathie ihre Grenze erreicht. Es wird grundsätzlich nur ein Medikament mit nur einem Wirkstoff verschrieben. Jedoch wird dieses nicht unbedingt nach der Symptomatik verordnet, sondern eher nach individuellen Gesichtspunkten. So kann es sein, dass mehrere Patienten zwar die selbe Diagnose gestellt bekommen, jedoch unterschiedliche Medikamente verabreicht kriegen. Homöopathie kann immer dann helfen, wenn etwas ge- aber nicht zerstört ist. Sie hat in vielen Gebieten der Medizin Einzug gefunden, vor allem in der Frauenheilkunde. Dies mag daran liegen, dass Frauen der Kraft der Natur grundsätzlich mehr vertrauen als Männer und offener für neue Heilungsmethoden sind.

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