
Bio-Bauernhof, Quelle: Mark Max Henckel_flickr
„Aus ökologischem Anbau“ – ein Prädikat, das heutzutage auf vielen Produkten prangt und auf jeden Fall zum Kauf lockt. Ökologisch, klingt doch gut! Aber was eigentlich wirklich hinter ökologischem Landbau steckt, das weiß fast keiner. Hier eine kleine Aufklärung für alle, die es besser wissen wollen.
Grundhaltung der ökologischen Landwirte ist die Ergänzung von Tierhaltung und Ackerbau. Dabei sollen Pflanzen und Tiere so weit es geht eine natürliche Lebensgemeinschaft bilden. Somit sollen die Pflanzen das Futter für die Tiere liefern, diese auf der anderen Seite den Dünger für die Felder produzieren. Auch Nicht-Nutztiere haben an dem Kreislauf teil: Vögel oder auch Fraßinsekten unterstützen den Pflanzenschutz, indem sie als natürliche Feinde die Schädlinge bekämpfen.
Zudem spielt eine artgerechte Haltung der Tiere eine große Rolle. Deshalb steht jedem Tier genügend Auslauf im Freien zu. Im Stall sollte Tageslicht herrschen und das Stallklima muss gesnd bleiben.
Es werden grundsätzlich keine wachstumsfördernden Zusätze verabreicht. Die Hinzugabe von Antibiotika und Hormonen ist streng verboten. In den Normalfällen sieht die ökologische Landwirtschaft vor, dass nur eigenes Futter gegeben werden darf. Ausnahmefälle dürfen auch gekauftes Futter aus ökologischem Anbau verwenden.
Die Veränderung des Genoms von Pflanzen, also gentechnologische Verfahren, sind strikt untersagt. Auch dürfen keine genmanipulierten Felder in der Nähe der ökologischen Felder sein.
Auf den Äckern sollten keine hochgezüchteten Turbo-Pflanzen wachsen, sondern nur standortgerechte und widerstandsfähige Sorten.
Die Grundsätze sind allesamt in der EG-Öko-Verordnung festgeschrieben. Jeder Landwirt, der Mitglied in einem ökologischen Anbauverband ist, verpflichtet sich, die Anforderungen einzuhalten und erlaubt eine regelmäßige Kontrolle seines Betriebes.
Leider können Öko-Bauern keinen Einfluss auf schädliche Umwelteinflüsse nehmen. Somit haben Schwermetalle in der Luft und im Wasser auch Einfluss auf Öko-Gemüse. Dennoch weisen ökologisch-angebaute Produkte erheblich weniger Belastungen durch Pflanzenschutzmittel auf. Es lohnt sich also, diese zu kaufen.