
Natürliche Heilpflanze: Thymian, Quelle: CT Arzneimittel GmbH_flickr
„Viele Wege führen nach Rom“. Der Spruch ist altbekannt und gilt in vielen Bereichen. Auch in der Medizin spielt er eine Rolle. Denn bei wem pharmazeutisch-industrielle Medikamente nicht mehr helfen, der greift oft und gern auf gute und bewährte Hausmittelchen zurück. Diese sind uns auch bekannt als Homöopathie. Der Grundgedanke der Homöopathie wurde im 19. Jahrhundert von Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt, festgelegt. Er erscheint zunächst etwas seltsam: „Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll.“
Man soll also Mittel verwenden, die ähnliche Symptome hervorrufen, wie sie zu heilen vermögen. Diese sogenannte Ähnlichkeitsregel entdeckte Hahnemann 1790 bei einem Selbstversuch an sich selbst. Er stellte fest, dass Chinawurzel, ein im Kampf gegen Malaria bewährtes Mittel, ähnliche Symptome wie Malaria selbst auslöste.
Heute werden Arzneimittel verwendet, die ultrastark verdünnt sind. Man gewinnt die grundliegenden Substanzen aus Pflanzen, Tieren und Mineralien. Die Menge spielt hierbei jedoch keine Rolle. Es soll lediglich ein Reiz ausgelöst werden, welcher die Selbstheilungskräfte wieder aktiviert. Kann im erkrankten Organismus dies nicht mehr erfolgen, so hat die Homöopathie ihre Grenze erreicht. Es wird grundsätzlich nur ein Medikament mit nur einem Wirkstoff verschrieben. Jedoch wird dieses nicht unbedingt nach der Symptomatik verordnet, sondern eher nach individuellen Gesichtspunkten. So kann es sein, dass mehrere Patienten zwar die selbe Diagnose gestellt bekommen, jedoch unterschiedliche Medikamente verabreicht kriegen. Homöopathie kann immer dann helfen, wenn etwas ge- aber nicht zerstört ist. Sie hat in vielen Gebieten der Medizin Einzug gefunden, vor allem in der Frauenheilkunde. Dies mag daran liegen, dass Frauen der Kraft der Natur grundsätzlich mehr vertrauen als Männer und offener für neue Heilungsmethoden sind.